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Friedrich-Loeffler-Institut will internationaler werden

Erschienen am 09.07.2019

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems bei Greifswald will internationaler werden. Ein Schritt dafür wäre der Aufbau eines Instituts für «One Health» - für die Einheit der Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt, wie Institutspräsident Thomas Mettenleiter am Dienstag beim Besuch von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) sagte. Für die Ministerin war es der Antrittsbesuch im Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, das zum Geschäftsbereich ihres Hauses gehört. Das FLI besteht aus elf Instituten an bundesweit fünf Standorten.


«Die internationale Ausrichtung hat 2006 begonnen, als Reaktion auf die Vogelgrippe», sagte Mettenleiter. Damals sei eine Arbeitsgruppe internationale Tiergesundheit gebildet worden. Sie sollte die Grundlage für das neue Institut sein, für das er neun Planstellen veranschlagt. Die Arbeit des Instituts werde zunehmend durch international verbreitete Erreger bestimmt. «Seuchen kennen keine Grenzen», sagte der Präsident. Die Afrikanischen Schweinepest oder das West-Nil-Virus habe man früher als Tropenkrankheiten bezeichnet. Heute verbreiteten sie sich über die ganze Welt.


Klöckner sagte, sie sei gekommen, um über Pläne zu sprechen, wie das FLI zu stärken sei. Jährlich seien im Haushalt mehr als 100 Millionen Euro für das Institut vorgesehen. «Es wäre fahrlässig, nicht in die Zukunft zu investieren», meinte sie. Auch sei es wichtig, sich weltweit zu vernetzen. Zum Vorschlag für ein weiteres Institut sagte sie: «Wir müssen uns anstrengen, das im Haushalt unterzubringen.»


Laut Mettenleiter konzentrieren sich die internationalen Aktivitäten des FLI derzeit auf Afrika, Asien und Osteuropa. Es gehe darum, Seuchen dort zu bekämpfen, wo sie entstehen. Daher würden beispielsweise afrikanische Partner im FLI sowie in ihren Heimatländern ausgebildet, um Seuchen zu erkennen und eine Verbreitung zu verhindern. Erreger würden zumeist durch den Menschen verbreitet. So würden infizierte Stechmücken oder deren Eier in Autos oder Flugzeugen, in Pflanztöpfen oder im florierenden Gebrauchtreifenhandel in anderen Ländern eingeschleppt.